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 Sergej Rachmaninov
 (1873-1943)

Der Klaviervirtuose von Weltrang wurde am 20. März 1873 russischer Zeitrechnung (1. April 1873 westlicher Zeitrechnung) als viertes Kind eines Gutsbesitzers auf Gut Oneg in der Nähe Nowgorods geboren. Der Vater, ein ehemaliger russischer Offizier, besaß offenbar wenig Eignung zum Gutsherren, weswegen die Familie 1882 Haus und Hof verlassen musste. Sankt Petersburg wurde der neue Lebensmittelpunkt des fünfjährigen Sergej Wassiljewitsch Rachmaninov und seiner Familie, die bald nach dem Umzug vom Vater verlassen wurde.

Das musikalische Talent des Knaben war bereits erkannt worden. Ein Stipendium ermöglichte Sergej Rachmaninov den Musikunterricht, speziell den Klavierunterricht, am Sankt Petersburger Konservatorium. Bis 1885 beschäftigte sich Sergej Rachmaninov allerdings nicht besonders intensiv im Unterricht und riskierte so den Ausschluss vom Konservatorium und den Verlust des Stipendiums.

Eine Lösung des Problems wurde darin gesehen, den 12jährigen zu einem für Zucht und Strenge bekannten Musiklehrer nach Moskau zu schicken. Trotz strengen Unterrichts und überwachter Lebensweise waren auch Momente der Anerkennung gegeben, wenn beispielsweise berühmte russische wie Anton Rubinstein oder Peter Tschaikowskij zu Gast waren und Sergej Rachmaninov die Möglichkeit des Vorspielens wahrnehmen konnte.

Sergej Rachmaninov war nicht nur ein begabter Pianist, sondern entwickelte auch beachtenswerte Fertigkeiten im Komponieren. Die verstärkte Beschäftigung mit letzterem führte zum Bruch mit seinem Lehrer, ins Moskauer Haus einer Tante und zum Studium am Moskauer Konservatorium. 1891 beendete er dort seine Klavierausbildung mit Bravour und schloss im Jahr darauf seine Gesamtausbildung am Konservatorium mit höchster Auszeichnung ab. Komponiert hatte er bis dahin bereits etliche Werke, unter anderem die Oper Aleko, die sich bester Resonanz erfreute.

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Das nächste Vierteljahrhundert im Leben des Sergej Rachmaninov war geprägt von ausgedehnter Konzerttätigkeit als Pianist und Dirigent und spielte sich im Wesentlichen zwischen Moskau und Ivanovka in der Nähe Tambovs ab.

Zeitweilige Unterbrechungen bereiteten Konzertauftritte in London im Jahr 1899, wo er vornehmlich eigene Werke vortrug, die Hochzeitsreise mit seiner geehelichten Kusine Natalia Satin im Jahr 1902, ein Engagement in Dresden in den Jahren 1906 bis 1909 und der erste Auftritt des mittlerweile 36jährigen in den USA.

Weitere beeindruckende Kompositionen entstanden bis zur Russischen Revolution des Jahres 1917. Im Dezember 1917 nutzte Sergej Rachmaninov eine Konzerttournee durch Skandinavien, um sich aus seinem Heimatland abzusetzen.

Er begann eine "West-Karriere" als Konzertpianist und Dirigent und unternahm von 1922 bis 1939 jährlich zwei große Tourneen, je eine in den USA und eine in Europa. Neben den Konzertauftritten bestritt er auch Schallplattenaufnahmen, die heute noch von der unvergleichlichen Virtuosität des Künstlers zeugen, dem nachgesagt wird, seine Klavierkonzerte zählten zu den schwersten, die auf diesem Instrument zu spielen seien.

1921 hatte sich Sergej Rachmaninov in New York niedergelassen, lebte allerdings auch in Frankreich und der Schweiz.

Sergej Rachmaninov

1935 besuchte er Baden-Baden, um sich im Sanatorium Dengler von den Strapazen der Konzerttourneen zu erholen. Seit dem Jahr 2003 erinnert eine Gedenktafel am Haupteingang der Klinik an dieses Ereignis.

Sein Leben beschloss Sergej Rachmaninov in den USA, wo er 1942 ins kalifornische Berverly Hills gezogen war. Im Februar 1943 wurde ihm die US-amerikanische Staatsbürgerschaft zuerkannt.

Am 28. März 1943 starb der große Musikkünstler, der davon überzeugt gewesen ist: Musik reicht für ein ganzes Leben. Aber ein ganzes Leben reicht niemals für Musik." (RW)




 

 

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